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Informationen
für Existenzgründer
Zu Beginn der Selbständigkeit stellt sich die
Entscheidungsfrage PKV oder GKV.
Wer sich selbständig
macht hat die Wahl sich entweder gesetzlich oder privat zu
versichern. Im
folgenden erhalten Sie für Ihre Entscheidung wichtiges
Hintergrundwissen.
GKV
Die
Beiträge und Leistungen zwischen der privaten KV und den
gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden
sich in vielerlei Hinsicht. Private Versicherer berechnen die
Beiträge abhängig vom Risiko,
sowie von der Zahl der zu versichernden Personen. Die Beiträge
zu gesetzlichen Krankenkassen
werden prozentual vom Verdienst berechnet. Bei aktuell mindestens 14,9%
Beitrag für Selbständige
und einem Gewinn von 3.000 EUR pro Monat ergeben sich für
dieses Beispiel
447 EUR monatliche Kosten, zzgl. zu leistender Zuzahlungen im
Krankheitsfall.
Die
gesetzlichen Krankenkassen(GKV) locken mit ermäßigten
Beitragssätzen für viele Gründer.Bei
monatlichen Beträgen von rund 200 Euro sind sie aber öfters
sogar mit dem extrem ermäßigten Beitragssatz
teurer als manche private Krankenversicherung. Dieser Beitrag
erhöht sich aber nachträglich,
wenn festgestellt wird, dass mehr erwirtschaftet wurde. Falsche
Einkommensangaben gegenüber einer Krankenkasse sollte man
unbedingt unterlassen. Wer
gesetzlich versichert ist muss sich darauf einstellen, dass
früher oder später eine Betriebsprüfung
durchgeführt wird. Wer nicht sofort zahlt der zahlt nach.
Anfänglich niedrigere Beiträge
sind nur eine Anzahlung. Je nach tatsächlichem Verdienst
wird der fällige Beitrag berechnet
und nachgefordert. Wer also Tarife der gesetzlichen Krankenkassen
mit einem vergleichbar
niedrig leistenden Tarif einer privaten Krankenversicherung
vergleichen will sollte
als Grundlage ein realistisches Einkommen ansetzen - nicht den
niedrigen Gewinn der Gründungsphase.
Hier ist langfristige Kalkulation gefragt.
Übrigens:
Es gibt in der GKV kein Krankentagegeld mehr. Dieses ist immer
extra zu versichern.
PKV
Die
PKV ist anders organisiert als die GKV. In der PKV werden
Ansparungen gebildet während in der
GKV das Geld der Gesunden und Arbeitenden direkt wieder für
die kranken Mitglieder verbraucht
wird. Da unsere Gesellschaft aus immer mehr älteren Menschen
bestehen wird, muss die GKV
zwangsläufig teurer werden oder Leistungen streichen /
Kosten sparen.
In
der privaten Krankenversicherung(PKV) werden feste Beträge
gezahlt. Bis auf Beiträge für ein Krankentagegeld,
falls gewünscht, sind die zu zahlenden Beträge vom
Einkommen unabhängig.
Bedingung
für die Aufnahme ist Gesundheit. Wer etwa Gelenkprobleme hat
kann auch von einer PKV
aufgenommen werden nur zahlt er dann in der Regel einen
Risikozuschlag. Wichtig sind bei der
Aufnahme der aktuelle Gesundheitszustand und eventuelle
gravierende Erkrankungen der letzen
Jahre. Ein Grippe oder ähnliches führt zu keiner
Ablehnung und auch zu keinem Risikozuschlag.
Auskurierte schwerwiegendere Erkrankung kann man sich ärztlich
als auskuriert bestätigen
lassen und kann somit einen Risikozuschlag verhindern. Selbst
Raucher haben keine Probleme
mit der Aufnahme in der PKV. Es kann bei ihnen zwar zu teuren
Behandlungskosten kommen,
dafür ist die Lebenserwartung aber geringer. Die Kosten der
Entbindung, die höhere Lebenserwartung,
etc. sorgen dafür, dass Frauen höhere Beiträge in
der PKV zu zahlen haben. Die
Beiträge für eine PKV incl. Pflegepflichtversicherung
und mit besseren Leistungen als in der GKV
sind für einen 25jährigen bei Wahl des richtigen
Unternehmens sogar günstiger als der Einstiegstarif
der GKV. Verdient man viel wird die Ersparnis gegenüber der
GKV enorm. Bei
einem monatlichen Gewinn von 3.000 Euro zahlt ein Selbständiger
ohne Kinder aktuell 14,9% +
Pflegepflicht = immerhin 514,50 Euro an seine Krankenkasse.
Entscheidet sich der 25 jährige hingegen
für einen besseren Tarif einer PKV kann er monatlich mühelos
unter einem Beitrag von 200
Euro bleiben. Wer möchte kann durch eine Selbstbeteiligung
sogar Beträge von deutlich unter 100
Euro erreichen. Da es sich viele Selbständige eh nicht
leisten können krank zu feiern kann es
durchaus
Sinn machen mit einer Selbstbeteiligung auf Gesundheit zu setzen.
Es sind dann die ersten
Behandlungskosten
pro Jahr selbst zu zahlen. Ist die Selbstbeteiligung erreicht
zahlt die Versicherung.
Wer
sich im hohen Alter für die Private entscheidet muss mit
hohen Beiträgen rechen. Anders als
bei
jung eingetretenen Mitgliedern einer PKV sind beim älteren
Menschen keine Altersrückstellung
gebildet
worden.
Auch
sollte man sich, falls die Wahl auf eine PKV fällt, vor
Abschluss gründlich informieren - so
attraktiv
eine PKV durch bessere Leistungen oder niedrigere Beiträge
auch sein kann. Es gibt
Unternehmen
am Markt die ihren Privatversicherten im Alter zu hohe Beiträge
abverlangen. Um
solch
eine Überraschung zu vermeiden sollte man sich nicht auf die
Worte irgendwelcher
freundlicher
Vertreter verlassen sondern sollte sich bei einem unabhängigen
und kompetenten
Versicherungsmaklerunternehmen
informieren. Leider ist nicht jeder der sich unabhängig
nennt
auch
wirklich unabhängig. Es gibt große beratende
Unternehmen die nur in sofern unabhängig sind,
als
dass sie frei Schnauze(unabhängig) nach der PKV mit den
höchsten Provisionen suchen. Namen
solcher
Unternehmen werden hier nicht genannt. Stattdessen finden Sie im
unteren Teil dieser Seite
einen
empfehlenswerten Makler.
Für
Personen mit Kindern kann sich die private Versicherung unter
Umständen nicht rechnen. Als
Faustformel
kann man davon ausgehen, dass 100 Euro pro Kind in der PKV zu
zahlen sind während
Kinder
in der GKV bereits mitversichert sind. Für Familien mit
kleinem Einkommen und vielen
Kindern
kann es sinnvoller sein in der GKV zu bleiben und Lücken mit
einer privaten
Zusatzversicherung
zu schließen. Da die Krankenkassen ihre Lücken als
Marktlücke entdeckt haben
arbeiten
sie mit bestimmten privaten Versicherungen als Vertragspartner
zusammen. Auf diese
Angebote
sollte man sich nicht einlassen. Auch hier ist es ratsam einen
Makler vergleichen zu lassen.
Ein
weiterer Grund für die Mitgliedschaft in der GKV kann bei
Verheirateten gegeben sein. In der
PKV
muss auch ein zusätzlicher Beitrag für die nicht
erwerbstätige Partnerin(oder den Partner)
gezahlt
werden. Besteht allerdings ein Ehegattenarbeitsvertrag durch den
sich beispielsweise die
Ehefrau
im Betrieb des Mannes etwas verdient dann ist in diesem Beispiel
die Ehefrau über die
GKV
abgesichert. Hierfür reicht selbst ein Arbeitsverhältnis
bei dem monatlich nur 450 Euro Brutto
erarbeitet
werden. Bei den Jobs bis 400 Euro greift dieses Prinzip nicht. Um
einigermaßen für
Gleichheit
zu sorgen kann dann noch eine private Zusatzversicherung
abgeschlossen werden. Auch
hierbei lohnt sich der Vergleich, entweder mit einer Empfehlung dieser Seite oder mittels
Suchmaschine.
Weitere
Unterschiede
Der
Großteil der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind
gleich. Private Versicherungen
warten
dagegen mit einer Fülle von Möglichkeiten auf, bei
denen beispielsweise 1 oder 2-
Bett-Zimmer,
Chefarztbehandlung, Heilpraktikerbehandlungen und vieles mehr
versichert werden
können.
Extras müssen aber natürlich über den Beitrag
bezahlt werden.
Besonders
ärgerlich ist im Bereich der GKV die Tatsache das Ärzte
quartalsweise ein Budget
erhalten.
Wenn dieses überschritten ist können die Ärzte
zwar noch weiter verschreiben. Der Arzt
darf
das dann allerdings aus eigener Tasche zahlen.
Für
praktisch alles muss eine Zuzahlung geleistet werden
(Krankenhaus: 10 Euro pro Tag,
Praxisgebühr:
10 Euro, Medikamente, Heil und Hilfsmittel, ...).
Keine
Erstattungen leistet die GKV z.B. für Inlays, Brillen,
Kontaktlinsen, Krankentransporte zu
einer
Spezialklinik(Ersteinweisung findet im "nächstgelegenen
geeigneten" Krankenhaus statt),
Krankenrücktransport
aus dem Ausland etc..
Privatversicherte
Personen bringen Ärzten und Krankenhäusern mehr Geld
ein. Das führt oft dazu,
dass
Privatpatienten schneller behandelt werden.
Man
muss sich nach der Entstehung des Gesundheitsfonds 2009 aber
eines eingestehen:
Über
die Beitragshöhe können gesetzliche Krankenversicherung
sich nicht mehr unterscheiden.
Es
werden daher mickrige Bonbons wie z.B. eine Impfung gratis oder
eine kostenlose
Vorsorgeuntersuchung
angeboten um Versicherte zu werben. Die winzigen Unterschiede der
Leistungen
sind innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen somit etwas
größer geworden.
Wechsel
GKV-PKV PKV-GKV
Zu
Beginn Ihrer Selbständigkeit sind Sie nicht automatisch
versichert. Sie können gegenüber der
GKV
erklären, dass Sie Mitglied bleiben möchten oder Sie
beantragen eine private Versicherung.
Wer
sich zu Beginn einer Selbständigkeit nicht sofort
entscheiden will kann bis zu 3 Monate lang
praktisch
noch auf dem Weg zum Krankenhaus seine Mitgliedschaft in der GKV
erklären
(bei
vorhandenen 12 Monaten Vorversicherungszeit). Das spart
allerdings keine Beiträge. Diese
müssen
dann einfach nachgezahlt werden.
Bis
zum 55. Lebensjahr kann wieder in die GKV gewechselt werden.
Danach ist dies
ausgeschlossen.
Bei jedem Wechsel zwischen GKV, PKV und umgekehrt sind
Kündigungsfristen
einzuhalten.
Wer genauere Informationen hierzu wünscht bekommt bei
Maklern eine brauchbare
Hilfe.
Weitere
Informationen zum Thema PKV, Online Vergleich, Testergebnisse
etc. finden Sie hier.
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